• Zu Besuch in Stappenbach

    Tante Caro hatte mich angerufen und erzählte mir das mein Onkel Karlchen ins Krankenhaus kam. Sie erzählte die komplette gesundheitliche Geschichte und weinte. Wir haben über eine Stunde telefoniert. Abschließend sagte ich ihr das ich gleich einen Flug buche und zu ihr komme.


    Das Telefonat ging mir nicht aus dem Kopf, durch den Krankenhausaufenthalt von Onkel Karlchen blieb auch die Arbeit auf dem Hof liegen. Ich komme zwar vom Land aber habe das Stadtleben immer vorgezogen. Wenn ich Tante Caro und Onkel Karl besuchte habe ich die Zeit genossen und nur ab und an auf dem Hof mitgeholfen.


    Immer noch in Gedanken, nahm ich das schellen der Klingel wahr. Mein guter und langjähriger Freund Bauer Gurke kam auf einen Umtrunk vorbei. Das reden tat mir gut. Ich erzählte ihm von der vielen noch zu erledigenden Arbeit auf dem Hof meiner Tante und meines Onkels. Kurz entschlossen sagte mein Freund, dass er gern mit kommt. Dieses Angebot wollte ich einfach nicht ausschlagen oder verfallen lassen, und daher habe ich uns am gleichen Abend 2 Hinflüge gebucht. Wir redeten noch über dies und jenes.


    Zwei Tage später war es soweit, wir waren auf dem Weg zum Flughafen. Für mich war fliegen schon nichts mehr besonderes, habe ich dieses beruflich doch schon einige male in Anspruch genommen inkl. Bounsmeilen. Hingegen für Bauer Gurke war es der erste Flug. Ich war überglücklich das er mir seine Hilfe angeboten hat, denn alleine hätte ich auch nicht gewusst was ich wie machen muss.


    Der Flug verlief ohne Komplikationen und durch Rückenwind waren wir so gar 10 Minuten eher am Gate zum halten gekommen. Schnell das Gepäck vom Förderband genommen und durch die grüne Schleuse, wir hatten keine zu verzollende Ware dabei. Nach dem die zweite Schleuse aufging wartete bereits meine Tante auf uns ein lächeln war auf ihren Lippen zu erkennen, man habe ich mich gefreut sie nach so langer Zeit wiederzusehen auch wenn der Umstand ein schönerer hätte sein können.


    Ich hatte kurz vor dem Flug noch mit ihr telefoniert und ihr von Bauer Gurke erzählt sie freute sich sehr darüber das er uns helfen möchte. Wir stiegen in den 10 Jahre alten Pickup ein, ein muffiger Geruch kam mir sofort in die Nase, ich verzog das Gesicht, Bauer Gurke meinte nur, ey Kleiner das ist Landluft. Wir fuhren über 1 1/2 Stunden bis wir endlich am Ziel waren.


    Als wir endlich ankamen, war ich mehr von der Autofahrt als wie vom fliegen erledigt, es ist Jahre her das ich einen solch schlechten Weg gefahren bin und auf Grund der Größe von Bauer Gurke habe ich mich noch freiwillig nach hinten gesetzt. Nun gut, wir sind da! Hurra!!


    Nach dem wir unsere Zimmer bezogen haben, meine Tante und Onkel haben ein großes Haus, auch wenn der Zahn der Zeit bereits daran genagt hat sind wir zusammen mit meiner Tante zu einer Hof-Begehung aufgebrochen. Mein Freund Bauer Gurke notierte sich alles mögliche, wiedermal zeigte sich das ich von Landleben sehr wenig Ahnung besitze, ich genoss einfach die Ruhe und die Idyllische Landschaft. Nun gut ich wusste aber auch das wir nicht hier sind um Urlaub zu machen. Nach dem die Besichtigung endete. Lud uns meine Tante in der Dorfkneipe (Zum Wilden Hulken) zum Abendessen ein.